Hallerbos

Natur · Halle

Hallerbos
Foto: David Edgar, CC BY-SA 3.0 · Seite des Fotos auf Wikimedia Commons

Der Hallerbos (niederländisch für Wald von Halle) ist ein Mischwald in der Provinz Flämisch-Brabant bei Halle in Belgien, etwa 25 km südwestlich der Hauptstadt Brüssel. Dieses Waldgebiet ist, wie auch der Sonienwald (Forêt de Soignes), ein Überrest des riesigen Urwalds Kohlenwald, der sich noch in der Römerzeit vom Rhein bis an die Nordsee erstreckte. Julius Cäsar nannte diesen Wald in seinen Berichten Über den Gallischen Krieg „silva carbonaria“. Entlang des ehemaligen Kohlenwaldes (flämisch Kolenwoud, französisch Forêt Charbonnière) entstand im 5. Jahrhundert eine Sprachgrenze. Südlich sprach man die Vorläufer der heutigen französischen Sprache, im Norden die der heutigen niederländischen Sprache. Es stellt die heutige Sprachenteilung Belgiens dar, nördlich des Waldes spricht man Flämisch/Niederländisch, südlich Wallonisch/Französisch.

Im Frühmittelalter gehörte der Hallerwald der fränkischen Familie der Heiligen Waltrudis von Mons aus dem Königsgeschlecht der Merowinger und dem Haus Arenberg. Da es immer wieder zu Grenzstreitigkeiten kam, wurden im 18. Jahrhundert 24 Marksteine (Grenzpfähle) angebracht, von denen noch 19 im Wald zu finden sind.

Auszug aus Wikipedia: Hallerbos · CC BY-SA 4.0

In der Nähe