Tuchhallen

Geschichte · Ypern

Tuchhallen
Foto: Marc Ryckaert, CC BY-SA 4.0 · Seite des Fotos auf Wikimedia Commons

Die Tuchhallen (flämisch Lakenhalle van Ieper) sind ein großer, gotischer Gebäudekomplex, der sich im Zentrum der flämischen Stadt Ypern befindet. Die Anlage stammte ursprünglich aus dem 13. Jahrhundert. Der Grundstein soll um 1200 durch den Grafen von Flandern gelegt worden sein, sein Bau dauerte bis 1304. Die Halle diente als Umschlag- und Lagerplatz für Textilien (Gewandhaus). Teil des Ensembles ist ein 70 Meter hoher Belfried mit einem Glockenspiel, das alle halbe Stunde gespielt wird.

Am 4. November 1914 ließ der deutsche General Berthold von Deimling ohne militärischen Grund und gegen die ausdrückliche Weisung seines Oberbefehlshabers Kronprinz Rupprecht von Bayern die berühmten mittelalterlichen Tuchhallen in Schutt und Asche legen.

Ypern war stark umkämpft:

Erste Flandernschlacht (20. Oktober bis 18. November 1914),

Zweite Flandernschlacht (22. April bis 25. Mai 1915),

Schlacht von Messines (ab 21. Mai 1917); eine Art Voroffensive für die

Dritte Flandernschlacht (31. Juli bis 6. November 1917).

Deutsche Truppen versuchten mehrmals, die Stadt einzunehmen; dabei wurden sie (November 1914 und April 1915) zurückgeschlagen.

Die Tuchhallen wurden seit den 1920er Jahren (?)

Auszug aus Wikipedia: Tuchhallen (Ypern) · CC BY-SA 4.0

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